Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich und Betreiber
Diese AGB gelten für die Nutzung der Plattform Get1now durch Kunden (Auftraggeber) und Unternehmer, die Handwerks- oder Dienstleistungen anbieten (Anbieter). Vermittelt werden Aufträge in Deutschland und Österreich. Betreiberin ist die Get1now GmbH, [Straße und Hausnummer der GmbH eintragen], [PLZ eintragen] [Ort eintragen], vertreten durch die Geschäftsführer Ahmad Rammal und Adlan Sogukcesme, E-Mail: info@get1now.eu (im Folgenden „wir“). Der Nutzungsvertrag kommt mit der erfolgreichen Registrierung zustande. Vertragssprache ist Deutsch. Diese AGB können jederzeit auf unserer Website abgerufen, gespeichert und ausgedruckt werden.
2. Leistung der Plattform
Get1now vermittelt Kontakte zwischen Kunden, die Handwerks- oder Dienstleistungen suchen, und Anbietern. Get1now ist ausschließlich Vermittler. Ein Vertrag über die Leistung kommt, wenn gewünscht, allein zwischen Kunde und Anbieter zustande; Get1now ist daran nicht beteiligt und übernimmt keine Gewähr für Ausführung, Qualität oder Preis der Leistung sowie dafür, dass ein Auftrag zustande kommt.
Für Kunden
3. Kostenlose Nutzung und Aufträge
Die Nutzung ist für Kunden kostenlos. Ein eingestellter Auftrag ist für passende Anbieter 30 Tage sichtbar und läuft danach ab. Der Kunde kann seinen Auftrag jederzeit stornieren. Es besteht kein Anspruch darauf, dass sich Anbieter melden.
Die Kontaktdaten des Kunden werden an den Anbieter weitergegeben, den der Kunde beauftragt. Erlaubt der Kunde beim Einstellen des Auftrags den Direktkontakt, können zusätzlich höchstens drei Anbieter die Kontaktdaten gegen eine Gebühr sofort erwerben und den Kunden kontaktieren; der Kunde kann den Direktkontakt in seinem Auftrag jederzeit abschalten (siehe Datenschutzerklärung). Der Kunde stimmt der Weitergabe bei der Auftragserstellung ausdrücklich zu.
Anfrage an einen bestimmten Anbieter. Der Kunde kann einen Auftrag gezielt an bis zu drei Anbieter richten. Er wählt dabei, ob der Auftrag nur für die angefragten Anbieter oder zusätzlich für alle passenden Anbieter sichtbar ist; einen nur für die Angefragten sichtbaren Auftrag kann er jederzeit für alle freigeben. Nimmt ein angefragter Anbieter die Anfrage an, gilt dies als Beauftragung über die Plattform: Der Auftrag ist vergeben und die Kontaktdaten des Kunden werden an diesen Anbieter weitergegeben. Mit dem Absenden der Anfrage stimmt der Kunde dieser Weitergabe für den Fall der Annahme zu.
Aufträge ändern und löschen. Solange kein Anbieter beauftragt ist, kann der Kunde seinen Auftrag ändern. Hat bereits ein Anbieter reagiert (Interesse, Anfrage oder Direktkontakt), bleiben Leistung, Ort, Umfang, Fläche und Objektart unverändert, weil sie die Lead-Gebühr und die Auswahl der Anbieter bestimmen; Anbieter sehen, dass der Auftrag geändert wurde. Einen Auftrag, der an einen Anbieter vergeben, aber noch nicht abgeschlossen ist, kann der Kunde erst nach dem Abschluss löschen, alle anderen jederzeit. Haben Anbieter die Kontaktdaten bereits erhalten, wird der Auftrag zurückgezogen und nur für den Kunden ausgeblendet; bereits angefallene Lead-Gebühren bleiben davon unberührt (Ziffer 8).
4. Pflichten der Kunden
Kunden machen wahrheitsgemäße Angaben und stellen keine rechtswidrigen Inhalte ein. Aufträge müssen ernst gemeint sein: Wer einen Auftrag einstellt, sucht tatsächlich einen Anbieter für diese Leistung. Kunden verwenden eine dauerhaft erreichbare E-Mail-Adresse (keine Wegwerf-Adresse) und geben Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anschrift nur in den dafür vorgesehenen Kontaktfeldern an, nicht in Titel, Beschreibung oder Hinweisen; Links und Werbung gehören nicht in einen Auftrag. Hochgeladene Fotos müssen frei von Rechten Dritter sein und dürfen keine erkennbaren Personen, Namensschilder oder Hausnummern zeigen. Dasselbe gilt für Nachrichten und Bewertungen. Wir können Aufträge, Nachrichten und Bewertungen, die gegen diese Regeln verstoßen oder erkennbar missbräuchlich sind, nach Abschnitt 12 entfernen.
Bei schweren oder wiederholten Verstößen, insbesondere bei erfundenen Aufträgen, können wir das Kundenkonto ohne Frist sperren. Mit der Sperrung entfernen wir alle noch nicht vergebenen Aufträge des Kunden; eine Anmeldung ist danach nicht mehr möglich. Die Gründe teilen wir dem Kunden spätestens mit der Sperrung in Textform mit. Beschwerden gegen eine Sperrung können an info@get1now.eu gerichtet werden; wir prüfen sie und antworten zeitnah.
Für Anbieter
5. Registrierung, nur für Unternehmer
Das Angebot für Anbieter richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB bzw. des § 1 KSchG (Österreich). Bei der Registrierung bestätigt der Anbieter, gewerblich oder selbstständig beruflich zu handeln. Ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher besteht daher nicht. Der Anbieter macht vollständige und richtige Angaben und hält sein Profil aktuell. Angaben im öffentlichen Profil (Beschreibung, Leistungen, Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Kontaktdaten, Anschrift, Fotos eigener Arbeiten) sind freiwillig, müssen aber zutreffen und dürfen nicht irreführen; der Anbieter ist für sie verantwortlich.
Fotos eigener Arbeiten. Der Anbieter kann bis zu zwölf Fotos in sein öffentliches Profil stellen. Er lädt nur Fotos von Arbeiten hoch, die er selbst ausgeführt hat, und versichert, die nötigen Rechte daran zu haben. Erkennbare Personen, Kfz-Kennzeichen, Hausnummern oder andere Angaben, die Rückschlüsse auf Kunden oder Dritte zulassen, zeigt er nur mit deren Einwilligung. Er räumt uns das einfache, unentgeltliche Recht ein, die Fotos für die Dauer ihrer Veröffentlichung auf der Plattform anzuzeigen; mit dem Löschen eines Fotos oder des Kontos endet dieses Recht. Fotos, die gegen diese Regeln oder geltendes Recht verstoßen, können wir nach Abschnitt 12 entfernen; der Anbieter erhält dann eine Begründung.
Nachweis der selbstständigen Tätigkeit. Vor der Freischaltung lädt der Anbieter im geschützten Bereich seines Kontos einen Nachweis hoch, etwa eine Gewerbeanmeldung, einen Gewerbeschein oder GISA-Auszug (Österreich), einen Handelsregister- oder Firmenbuchauszug oder bei freiberuflicher Tätigkeit eine Bescheinigung des Finanzamts. Wir prüfen ausschließlich, ob ein solcher Nachweis auf den Namen des Anbieters vorliegt und lesbar ist. Zur Vorbereitung kann ein KI-System das Dokument vorab auslesen und einschätzen; die Entscheidung über die Freigabe trifft stets ein Mensch. Erst nach der Freigabe erhält der Anbieter Zugang zu Aufträgen; bis dahin werden ihm keine Aufträge angezeigt und er kann kein Interesse bekunden. Der Anbieter versichert, dass der Nachweis echt, aktuell und auf ihn ausgestellt ist; endet die nachgewiesene Tätigkeit, teilt er uns das unverzüglich mit. Wir können die Freigabe verweigern oder zurücknehmen, insbesondere bei unleserlichen, fremden oder offensichtlich unrichtigen Unterlagen.
Leistungen und Nachweis. Passt eine vom Anbieter gewählte Leistung erkennbar nicht zu der im Nachweis eingetragenen Tätigkeit, können wir diese einzelne Leistung beanstanden. Zu einer beanstandeten Leistung erhält der Anbieter keine Aufträge, und sie erscheint nicht in seinem öffentlichen Profil; seine übrigen Leistungen bleiben unberührt. Wir teilen dem Anbieter die Beanstandung mit Begründung per E-Mail mit und zeigen sie in seinem Bereich an. Er kann jederzeit einen passenden Nachweis nachreichen oder uns die Zuordnung erläutern; wir prüfen die Beanstandung dann erneut. Auch dabei wird nur die angemeldete Tätigkeit abgeglichen, nicht die Qualifikation.
Was die Kennzeichnung nicht bedeutet. Freigegebene Anbieter werden als „freigegeben“ gekennzeichnet, neue Anbieter zunächst als „neu“. Die Freigabe bezieht sich allein auf das Vorliegen eines solchen Nachweises. Sie sagt nichts über Zulassungen, Qualifikationen, Meisterbrief, Eintragung in die Handwerksrolle, Versicherungsschutz oder die Qualität der Arbeit aus; eine Prüfung dieser Punkte findet nicht statt. Wir führen keine Echtheitsprüfung bei Behörden durch und haften nicht für gefälschte Unterlagen.
6. Guthaben und Preise
Anbieter erwerben Guthaben in den auf der Plattform angebotenen Paketen (einschließlich eines dort ausgewiesenen Mengenbonus). Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe mit den dort angebotenen Zahlungsmitteln (Karte und SEPA-Lastschrift). Das Guthaben wird gutgeschrieben, sobald die Zahlung bestätigt ist; bei verzögerten Zahlungsarten (z. B. SEPA-Lastschrift) erst nach endgültiger Bestätigung. Per Lastschrift können neue Anbieter in den ersten acht Wochen nach ihrer ersten Aufladung insgesamt höchstens 100 € aufladen; darüber hinaus steht die Kartenzahlung zur Verfügung. Das Guthaben ist nicht befristet, wird nicht verzinst und ist nicht übertragbar.
Alle Preise inklusive 19 % Umsatzsteuer. Für Unternehmen aus anderen EU-Ländern mit USt-IdNr. gilt das Reverse-Charge-Verfahren. Zu jeder Zahlung (Aufladung sowie Abbuchung nach Abschnitt 6a) erstellen wir automatisch eine Rechnung, die wir dem Anbieter als PDF an die hinterlegte E-Mail-Adresse senden und die er zusätzlich in seinem Bereich unter „Guthaben“ abrufen kann; der Anbieter stimmt der elektronischen Übermittlung von Rechnungen zu. Gebühren, die vom Guthaben abgehen, sind mit der Rechnung über die Aufladung abgerechnet. Für die Rechnung verwenden wir die im Profil hinterlegten Angaben (Firma, Anschrift, freiwillig USt-IdNr.); der Anbieter hält sie aktuell. Unternehmen aus anderen EU-Mitgliedstaaten mit gültiger USt-IdNr. erhalten Rechnungen im Reverse-Charge-Verfahren zum selben Betrag ohne deutsche Umsatzsteuer.
6a. Automatische Abbuchung (SEPA-Lastschrift)
Anbieter können freiwillig eine Zahlungsart hinterlegen (SEPA-Lastschrift oder Karte), damit die Lead-Gebühr auch dann gezahlt werden kann, wenn das Guthaben beim Zuschlag nicht ausreicht. Die Daten werden ausschließlich bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe eingegeben und gespeichert; das SEPA-Lastschriftmandat wird dort erteilt. Wir selbst speichern nur eine Kennung der Zahlungsart und die letzten vier Stellen.
Abgebucht wird ausschließlich, wenn der Anbieter die Abbuchung im Profil aktiviert und beim Bekunden des Interesses für den konkreten Auftrag ausdrücklich zugestimmt hat. Abgebucht wird frühestens mit dem Zuschlag (beim Direktkontakt nach Abschnitt 7 mit dessen Erwerb) und höchstens in Höhe der angezeigten Gebühr. Die Vorabankündigung (Pre-Notification) erfolgt mit dieser Zustimmung; die Frist wird auf einen Tag verkürzt. Der Anbieter kann die Abbuchung jederzeit im Profil ausschalten oder die Zahlungsart entfernen; das lässt bereits angestoßene Zahlungen unberührt.
Scheitert eine Lastschrift (z. B. mangels Deckung oder durch Widerspruch), wird der betroffene Lead wieder als unbezahlt geführt, die Kontaktdaten werden erneut gesperrt und die automatische Abbuchung wird abgeschaltet. Kosten, die uns durch eine vom Anbieter zu vertretende Rücklastschrift entstehen, kann der Anbieter zu ersetzen haben. Für spätere Rückgaben und Rückbuchungen gilt Abschnitt 6c.
6b. Erstattung des Restguthabens bei Kontolöschung
Löscht ein Anbieter sein Konto, erstatten wir das nicht verbrauchte Guthaben automatisch. Die Erstattung geht auf die Zahlungsart zurück, mit der aufgeladen wurde (Karte oder Bankkonto) – eine Auszahlung auf ein anderes Konto ist technisch nicht möglich.
Erstattet wird der nicht verbrauchte Anteil des tatsächlich gezahlten Betrags. Ein gewährter Mengenbonus und geschenktes Guthaben werden nicht ausgezahlt: Bei einem Paket mit Bonus wird das Restguthaben im Verhältnis des gezahlten Betrags erstattet (Beispiel: 300 € gezahlt, 330 € gutgeschrieben, 300 € übrig → Erstattung 272,73 €). Lässt sich die Erstattung technisch nicht ausführen – etwa weil die ursprüngliche Zahlung zu lange zurückliegt –, bleibt das Konto bestehen und wir klären die Erstattung auf Anfrage von Hand. Solange eine Rückbuchung ungeklärt oder ein Betrag nach Abschnitt 6c offen ist, erfolgt keine Erstattung; das Konto kann dann erst nach der Klärung gelöscht werden.
6c. Rückbuchungen
Bucht der Anbieter eine bereits geleistete Zahlung über seine Bank oder seinen Kartenaussteller zurück (Rückgabe einer Lastschrift, Rückbuchung einer Kartenzahlung), ziehen wir das mit dieser Zahlung erworbene Guthaben einschließlich eines anteiligen Mengenbonus wieder ab. Soweit das Guthaben dafür nicht ausreicht, weil es bereits für Lead-Gebühren verwendet wurde, bleibt der Anbieter uns den Differenzbetrag schuldig. Eine per Lastschrift oder Karte bezahlte Lead-Gebühr gilt nach einer Rückbuchung wieder als unbezahlt; die Kontaktdaten werden gesperrt, bis sie bezahlt ist.
Bis zur Klärung sperren wir das Anbieterkonto vorübergehend: Der Anbieter sieht keine neuen Aufträge, kann kein Interesse bekunden, kein Guthaben aufladen und sein Konto nicht selbst löschen; die automatische Abbuchung wird abgeschaltet. Wir teilen ihm die Sperre mit Begründung per E-Mail mit. Dasselbe gilt vorsorglich, wenn der Kartenaussteller uns vor einem möglichen Missbrauch der verwendeten Karte warnt. Wird die Rückbuchung zu unseren Gunsten entschieden, schreiben wir das Guthaben wieder gut bzw. buchen die Lead-Gebühr wieder als bezahlt. Die Sperre heben wir auf, sobald der Vorgang geklärt und ein offener Betrag beglichen ist.
Hat der Anbieter die Rückbuchung zu vertreten - etwa weil er eine berechtigte Zahlung ohne Grund zurückbucht -, ersetzt er uns außerdem die Gebühr, die uns der Zahlungsdienstleister dafür berechnet (derzeit 20 € je Kartenrückbuchung). Dem Anbieter bleibt der Nachweis gestattet, dass uns kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
7. Interesse bekunden und Lead-Gebühr
Interesse an einem Auftrag zu bekunden, ist kostenlos. Die Lead-Gebühr wird erst fällig, wenn der Kunde den Anbieter über die Plattform beauftragt. Wählt der Kunde einen anderen Anbieter, entstehen keine Kosten.
Direktkontakt. Hat der Kunde beim Einstellen des Auftrags den Direktkontakt erlaubt, kann der Anbieter die Kontaktdaten statt einer kostenlosen Interessensbekundung sofort erwerben. Die Gebühr dafür beträgt das Anderthalbfache der Lead-Gebühr des Auftrags; sie wird dem Anbieter vorher angezeigt und sofort abgerechnet (Guthaben bzw. Abschnitt 6a). Sie wird auch dann nicht erstattet, wenn der Kunde später einen anderen Anbieter beauftragt; die Reklamation nach Abschnitt 8 bleibt unberührt. Je Auftrag können höchstens drei Anbieter den Direktkontakt nutzen; sie zählen zur Anzahl der Interessenten nach Absatz 4. Beauftragt der Kunde einen Anbieter, der die Kontaktdaten bereits per Direktkontakt erworben hat, fällt keine weitere Gebühr an. Der Anbieter darf die so erhaltenen Kontaktdaten ausschließlich zur Kontaktaufnahme zu diesem Auftrag verwenden.
Anfragen von Kunden. Richtet ein Kunde einen Auftrag gezielt an den Anbieter (Abschnitt 3), kann der Anbieter die Anfrage annehmen oder kostenlos ablehnen. Die Annahme gilt als Zuschlag: Es wird die normale Lead-Gebühr des Auftrags fällig, die dem Anbieter vor der Annahme angezeigt wird; die Abrechnung erfolgt wie bei jedem Zuschlag (Guthaben bzw. Abschnitt 6a). Andere Interessenten und noch offene Anfragen zu diesem Auftrag erhalten eine Absage.
Benachrichtigungen. Anbieter erhalten neue passende Aufträge per E-Mail - nach ihrer Wahl sofort, einmal täglich gesammelt oder gar nicht; die Einstellung ist im Konto und über den Link in jeder dieser E-Mails jederzeit änderbar. Anfragen, die Kunden gezielt an den Anbieter richten, werden ihm immer mitgeteilt.
Die Höhe der Lead-Gebühr richtet sich nach der Leistung, der vom Kunden angegebenen Projektgröße (Klein, Mittel, Groß, Sehr groß) und, soweit der Kunde sie angibt, der Fläche des Vorhabens; große Flächen erhöhen die Gebühr. Sie wird beim Einstellen des Auftrags festgelegt, bleibt danach unverändert und wird dem Anbieter vor dem Bekunden des Interesses angezeigt; genau dieser Betrag wird später abgerechnet. Preisänderungen gelten nur für künftig eingestellte Aufträge.
Mit dem Zuschlag wird die Gebühr dem Guthaben belastet; erst danach werden die Kontaktdaten des Kunden sichtbar. Reicht das Guthaben nicht und ist keine Abbuchung möglich (Abschnitt 6a), bleibt der Zuschlag bestehen, die Kontaktdaten bleiben aber gesperrt, bis die Gebühr bezahlt ist.
Je Auftrag ist die Anzahl der Anbieter begrenzt, die Interesse bekunden können (abhängig von der Leistung). Ist die Grenze erreicht oder der Auftrag abgelaufen bzw. storniert, ist keine Interessensbekundung mehr möglich. Sie begründet keinen Anspruch auf Erteilung eines Auftrags. Aufträge werden den Anbietern nach Aktualität angezeigt (neueste zuerst); eine bezahlte Bevorzugung einzelner Anbieter oder Aufträge gibt es nicht.
Mit der Interessensbekundung sieht der Kunde Firmenname, Logo, Status („freigegeben“ oder „neu“), Bewertung und – soweit angegeben – die Nachricht, die grobe Preisschätzung und die Verfügbarkeit des Anbieters und erhält diese Angaben auch per E-Mail. Eine Preisschätzung ist unverbindlich und stellt kein Angebot im Rechtssinne dar; Angebote und Verträge vereinbaren Kunde und Anbieter unmittelbar miteinander.
7a. Auswahl, Nachrichten und Bewertungen
Der Kunde entscheidet frei, welchen Anbieter er beauftragt, und kann die Auswahl über die Plattform vermerken; die übrigen Interessenten erhalten dann eine Absage. Aus der Vermerkung entsteht kein Vertrag mit uns und kein Anspruch gegen uns. Den Abschluss des Auftrags markiert der Kunde selbst.
Sobald ein Anbieter Interesse bekundet hat, können Kunde und Anbieter über die Plattform Nachrichten zu diesem Auftrag austauschen. Die Nachrichtenfunktion dient nur der Abstimmung zum jeweiligen Auftrag; Werbung, Belästigung, rechtswidrige Inhalte und Versuche, Nutzer zu Zahlungen außerhalb des vereinbarten Wegs zu bewegen, sind untersagt. Wir lesen Unterhaltungen nicht mit, prüfen sie aber auf Meldung hin.
Bewerten kann nur ein Kunde, der einen Anbieter über die Plattform beauftragt und den Auftrag als abgeschlossen markiert hat, und zwar einmal je Auftrag. Wir stellen damit sicher, dass jede Bewertung auf einem tatsächlichen Auftrag beruht (§ 5b Abs. 3 UWG); Bewertungen werden weder gekauft noch nach Note gefiltert, sortiert wird nach Datum. Veröffentlicht werden Sterne, Text, Datum, Leistung und der Vorname des Kunden. Der Anbieter darf einmal öffentlich antworten. Bewertungen müssen wahr und sachlich sein; Beleidigungen, unwahre Tatsachenbehauptungen und Inhalte Dritter entfernen wir nach einer Meldung. Wir entfernen Bewertungen nicht auf Wunsch des bewerteten Anbieters.
8. Reklamation
Sind die nach dem Zuschlag oder per Direktkontakt erhaltenen Kontaktdaten nachweislich falsch oder der Kunde trotz angemessener Versuche dauerhaft nicht erreichbar, kann der Anbieter innerhalb von 14 Tagen nach dem Zuschlag bzw. dem Erwerb eine Gutschrift auf sein Guthaben beantragen und teilt uns dazu Datum, Uhrzeit und Art seiner Kontaktversuche mit. Wir prüfen den Fall und schreiben nach Prüfung gut. Kein Grund für eine Gutschrift ist, dass der Kunde den Auftrag später doch nicht erteilt oder abspringt.
9. Pflichten der Anbieter
Anbieter verwenden freigeschaltete Kontaktdaten ausschließlich zur Kontaktaufnahme zu dem jeweiligen Auftrag, geben sie nicht an Dritte weiter und nutzen sie nicht für Werbung. Sie verarbeiten die Daten als eigener Verantwortlicher im Sinne der DSGVO, informieren den Kunden nach Art. 14 DSGVO und löschen die Daten, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Anbieter verfügen über die für ihre Leistungen erforderlichen Anmeldungen, Genehmigungen, Eintragungen und Versicherungen.
10. Sperrung und Kündigung
Anbieter können ihr Konto jederzeit kündigen. Nicht verbrauchtes Guthaben erstatten wir bei jeder Beendigung des Vertragsverhältnisses auf Antrag: Erstattet wird der Betrag, den der Anbieter dafür bezahlt hat, abzüglich der darauf entfallenden Gebühren des Zahlungsdienstleisters. Ein gewährter Mengenbonus wird nicht erstattet; bei Paketen mit Bonus erstatten wir den nicht verbrauchten Anteil im Verhältnis des gezahlten Betrags zum gutgeschriebenen Guthaben. Die Erstattung erfolgt auf das ursprüngliche Zahlungsmittel oder, wenn das nicht mehr möglich ist, per Überweisung. Unser Recht, Schadensersatzansprüche aufzurechnen, bleibt unberührt.
Wir können das Vertragsverhältnis mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Bei Verstößen gegen diese AGB, bei Missbrauch oder aus einem anderen wichtigen Grund dürfen wir Konten ohne Frist sperren oder kündigen. Die Gründe teilen wir dem Anbieter spätestens mit der Sperrung oder Kündigung in Textform mit. Gesperrte Anbieter können kein Interesse mehr bekunden.
Beschwerden gegen eine Sperrung oder Kündigung sowie sonstige Beschwerden können an info@get1now.eu gerichtet werden. Wir prüfen sie und antworten zeitnah.
11. Transparenz für Anbieter
Wir behandeln alle Anbieter gleich. Wir bieten auf der Plattform keine eigenen Handwerks- oder Dienstleistungen an und bevorzugen keine Anbieter; die Reihenfolge der Aufträge richtet sich nur nach Aktualität (Abschnitt 7). Anbieter dürfen ihre Leistungen unabhängig von der Plattform auch auf anderen Wegen anbieten, eine Exklusivität besteht nicht. Anbieter haben in ihrem Bereich Zugriff auf ihre Profildaten, ihre freigeschalteten Kontaktdaten und ihren Buchungsverlauf und können ihre Daten im Bereich „Konto“ herunterladen.
Für alle Nutzer
12. Moderation und Meldung von Inhalten
Wir prüfen eingestellte Aufträge, Fotos, Profilangaben, Nachrichten und Bewertungen grundsätzlich nicht von Hand vorab. Wir prüfen Inhalte, wenn wir eine Meldung erhalten oder selbst auf einen möglichen Verstoß aufmerksam werden. Zusätzlich gelten für neue Aufträge feste, automatisch angewendete Regeln: Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Links in Titel, Beschreibung oder Hinweisen werden vor der Veröffentlichung entfernt (Kontaktdaten gibt es nur für den beauftragten Anbieter). Nicht angenommen wird ein Auftrag, den der Kunde mit gleichem Text für denselben Ort bereits eingestellt hat und der noch läuft, ein längerer Text, der in den letzten 30 Tagen schon für den Auftrag eines anderen Kunden verwendet wurde, sowie jeder weitere Auftrag, wenn über dasselbe Kundenkonto oder dieselbe Internetverbindung innerhalb von 24 Stunden bereits 10 Aufträge eingestellt wurden. Mehrere Aufträge für verschiedene Gebäude oder Standorte sind ausdrücklich erlaubt. Wird ein Auftrag nicht angenommen, sieht der Kunde sofort den Grund und kann den Auftrag anpassen oder später erneut einstellen. Gemeldete Aufträge lässt der Betreiber zunächst durch ein KI-System (Anbieter: Anthropic) einschätzen: Es liest Auftrag, Fotos und Meldung und schlägt vor, ob ein Verstoß vorliegt. Bei gemeldeten Aufträgen entfernt, sperrt oder beschränkt das KI-System selbst keine Inhalte; über jede Maßnahme entscheidet ein Mensch, der die Einschätzung überprüft. Inhalte dürfen nicht rechtswidrig sein, keine Rechte Dritter verletzen, keine personenbezogenen Daten Dritter offenlegen und nicht als Spam oder Werbung dienen. Bei einem Verstoß können wir Aufträge entfernen (für Anbieter unsichtbar schalten), Bewertungen, Antworten oder Profilangaben löschen sowie Konten sperren oder kündigen (Abschnitt 10).
Jede Person kann rechtswidrige Inhalte melden. Wie das geht, steht im Impressum unter „Rechtswidrige Inhalte melden“; angemeldete Anbieter können Aufträge auch direkt beim Auftrag über „Auftrag melden“ melden. Unterhaltungen können die Beteiligten im Chat über „Melden“ melden; dort können sie die Gegenseite auch blockieren (keine weiteren Nachrichten, keine neuen Aufträge zwischen beiden). Wir bestätigen den Eingang einer Meldung, prüfen sie sorgfältig und teilen dem Meldenden unsere Entscheidung mit.
Entfernen oder beschränken wir einen Inhalt, informieren wir den betroffenen Nutzer über die Entscheidung, die Gründe (einschließlich der Angabe, ob sie auf einer Meldung beruht) und die Möglichkeiten, dagegen vorzugehen: Beschwerde per E-Mail an info@get1now.eu, die wir erneut prüfen und zeitnah beantworten, sowie gerichtlicher Rechtsschutz. Die Identität des Meldenden geben wir dem betroffenen Nutzer nur bekannt, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
13. Verfügbarkeit
Wir bemühen uns um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, können sie aber nicht garantieren, etwa wegen Wartungsarbeiten oder Störungen außerhalb unseres Einflusses.
14. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt; im Übrigen ist sie bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Wir haften nicht für die Richtigkeit der von Kunden eingestellten Aufträge oder für die Leistungen der Anbieter.
15. Änderungen dieser AGB
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht. Über Änderungen informieren wir die Nutzer mindestens 15 Tage vorher per E-Mail. Widerspricht ein Nutzer, kann er sein Konto kündigen.
16. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts; bei Verbrauchern gilt dies nur, soweit dadurch keine zwingenden Verbraucherschutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaats entzogen werden. Ist der Nutzer Kaufmann, ist Gerichtsstand der Sitz des Betreibers. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.
Stand: 21.10.2026